Bergfexin

Weissmies

mountaineering

WS II 35°

4017 m

18 km

2400 Hm

1650 Hm

2 Tage

Saas-Almagell, Dorfplatz

Kreuzboden

Almagellerhütte

Die Weissmies-Überschreitung ist zurecht ein Klassiker unter den einfacheren 4000er Touren. Wer Einsamkeit sucht, ist hier fehl am Platz, der Schönheit der Tour tut dies aber keinen Abbruch. Während der Aufstieg über den SSE-Grat hauptsächlich aus leichter Felskraxelei besteht, ist der Abstieg über die WNW-Flanke eine reine Gletschertour. Viele begehen das Weissmies von dieser Seite aus als Tagestour. In den letzten Jahren besteht vermehrt die Gefahr von Eisabbrüchen auf der Normalroute von Hohsaas. Obwohl der Triftgletscher überwacht wird, bleibt ein gewisses Risiko.

Zustieg zur Almagellerhütte (T2, 1220 Hm) 
Von Saas-Almagell wandert man auf einem in wenig stielen Kurven angelegten Weg durch den Spiswald ins Almagellertal hinauf. Am Leebach entlang geht es zur Almageller Alp, wo einen Verpflegungsstopp kann. Danach geht es nochmal 700 Höhenmeter schweisstreibend aufwärts zur Almagellerhütte auf 2892 m Höhe.

Aufstieg von der Almagellerhütte über den SSE-Grat (WS+ 2a, 1140 Hm, 4:30 h)
Im Schein der Stirnlampe ist der gute Weg von der Almagellerhütte zum Zwischenbergpass leicht zu finden. Die ersten 400 Höhenmeter – und somit ein Drittel des Aufstiegs – lassen sich dadurch recht bequem überwinden. Vom Zwischenbergass geht es über Geröll bis zum unteren Ende des Firnfelds. Man kann nun – je nach Verhältnissen – entweder auf dem Grat weiterkraxeln oder über das Firnfeld bis ca. 3700 m aufsteigen. Man darf aber nicht bis zu dessen Ende hochsteigen und den Wiedereinstieg auf den Grat verpassen. Der obere Teil des Grates bietet eine schöne Kraxelei über grosse, feste Blöcke. Bei P.3972 endet die Kraxelei und man muss über einen recht luftigen Firngrat zum Gipfel hinüber balancieren. Kurz vor dem Gipfel gibt es eine Felsinsel im Grat, danach folgt nochmal ein kurzes, weniger exponiertes Stück Firngrat.

Abstieg über die WNW-Flanke nach Hohsaas (WS, 920 Hm, 3h) 
Zunächst steigt man am Gratkamm entlang bis 3800 m ab. Bevor man P. 3815 erreicht, verlässt man den Grat und steigt auf einem spaltenarmen Eisbuckel Richtung WNW bis zum Beginn der Serac-Zone. Aufgrund der Beliebtheit der Tour findet man aber eigentlich immer eine Spur durch das Eis-Labyrinth. An sehr kritischen Stellen bringen die Bergführer manchmal Fixseile an. Nach der Seraczone flacht der Gletscher ab. Auf ca. 3100 m quert man auf die Nordseite der Gletscherzunge und erreicht einen Weg, der zum Bergrestaurant Hohsaas hinaufführt.
Wer etwas Geld sparen möchte, kann sich die obere Seilbahn schenken und an der Weisssmiesshütte vorbei zur Bergstation Kreuzboden hinunterwandern. Von dort geht es mit einer Gondelfahrt zurück nach Saas-Grund.